Presenting: Liquiflow

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Es ist an der Zeit, das Projekt vorzustellen, dem ich momentan beruflich meine größte Aufmerksamkeit widme.

Nur wenige Zeit nach unserem Exit von Finstep kam ich wieder mit Georgi zusammen, der dort CTO war und schnell war uns klar, dass wir gemeinsam etwas gründen würden. Aus den vergangenen Jahren wussten wir bereits, dass wir gut miteinander arbeiteten. Ich schätzte damals schon Georgis Abgebrühtheit, die er neben seinem Naturell aus seiner langjährigen Erfahrung zieht, sowie seine ausbalancierte Mischung aus tiefem Sachverstand und gesundem Pragmatismus. Wir respektieren uns gegenseitig, kennen unsere jeweiligen Unzulänglichkeiten und können sie professionell ansprechen; wissen aber auch, wo wir dem anderen vertrauensvoll die Zügel überlassen können, auch wenn wir mal nicht alles verstehen oder nachvollziehen können.

Außerdem waren wir uns einig, dass wir auch als Gründer ähnliche Wertevorstellungen haben: Bootstrapped, kleines Team, hohe Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit, Substanz über Schein. Nur wussten wir noch nicht, was wir gründen wollten. B2C fiel aus verschiedenen Gründen raus, hauptsächlich deshalb, weil wir ohne Investorengelder auskommen wollten. In Bezug auf B2B wollte ich gerne wieder in den Kreativ-Bereich zurück und in eine Kundengröße, bei der man eine direkte Beziehung zur Entscheiderinnen-Ebene aufbauen kann. Technisch war Georgi in einem AI-Rabbit-Hole, angefeuert von seiner Ablehnung der "flashy hype Themen" und auf der Suche nach dem werthaltigen Kern der Technologie.

Vor Finstep habe ich mich intensiv damit beschäftigt, wie die Effizienz von Agenturen gesteigert werden kann. Damals schon fand ich es überwältigend, von wie vielen Admin-Aufgaben eigentlich kreativ schaffende Menschen von ihrer eigentlichen Kern-Arbeit abgehalten werden: Reportings, Datenbanken pflegen, Kommunikation etc.

Wir hatten das Gefühl, dass AI dort Abhilfe schaffen und Menschen dazu befähigen kann, mehr Zeit auf den Themen zu verbringen, für die sie tatsächlich brennen. Unsere ersten Interviews bestätigten, dass Bedarf da ist. Seitdem intensivieren wir unsere Anstrengungen unter genau diesem Motto.

Die genaue Ausgestaltung formt sich noch mit unserem Verständnis des Marktes von Gespräch zu Gespräch (Selbst der Name ist als Platzhalter zu verstehen, nachdem jemand meinte, dass er wie nach einer Droge klingt). Bisher ist so viel klar: Kein weiteres Tool, mehr eine Technologie, die Kommunikationskanäle und Tools miteinander verbindet. Simpel genug, dass jeder Kreative gerne damit arbeitet, komplex genug, um sich in jede Tool-Landschaft individuell einzufügen. Keine Dashboards, sondern die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Naturgemäß werde ich von diesem Projekt noch ausführlicher berichten, da viele meiner Gedanken aktuell davon angestoßen werden. Ich freue mich, dass der Content hier handfester wird und bin gespannt auf die Erfahrungen.